
Berlin. Der Senat hat sich mit dem Veranstaltungsort Berlin befasst. Ziel ist es, die Zusammenarbeit zwischen Behörden und Veranstaltungsbranche zu verbessern. Im Jahr 2025 kamen 13,7 Millionen Menschen zu rund 87.000 Veranstaltungen
Ob Berlin-Marathon, Karneval der Kulturen, Lollapalooza Festival oder internationale Kongresse und Sportgroßveranstaltungen wie die UEFA EURO2024: Veranstaltungen prägen Berlin, ziehen Gäste aus dem In- und Ausland an und leisten einen wichtigen Beitrag zu Wirtschaft, Kultur und gesellschaftlichem Leben. Im Jahr 2025 kamen 13,7 Millionen Menschen zu rund 87.000 Veranstaltungen in die Hauptstadt. Die Zahl der Teilnehmerinnen und Teilnehmer stieg damit gegenüber dem Vorjahr um sechs Prozent. Sie sichern Arbeitsplätze, stärken Einzelhandel, Gastronomie und Hotellerie und tragen zum internationalen Ansehen der Hauptstadt bei. Allein 2025 erwirtschaftete der Berliner Veranstaltungs- und Kongressmarkt rund 1,46 Milliarden Euro Umsatz.
Ein zentraler Baustein für die Weiterentwicklung Berlins als Veranstaltungsmetropole ist die geplante behördenübergreifende Servicestelle. Sie soll als erste Anlaufstelle beraten, Zuständigkeiten erklären und über erforderliche Unterlagen sowie zeitliche Abläufe informieren, ohne selbst Genehmigungen zu erteilen. Leitfäden, Checklisten und ein zentrales Informationsportal sollen Veranstalterinnen und Veranstaltern die Orientierung erleichtern und dazu beitragen, mögliche Fehlanträge und daraus folgend Nachforderungen und Verzögerungen zu vermeiden. Ergänzend sind ein berlinweiter Veranstaltungskalender sowie eine stärkere Standardisierung und Digitalisierung der Verwaltungsprozesse vorgesehen. Der Kalender soll Veranstaltungen im öffentlichen Raum berlinweit abbilden, Terminüberschneidungen frühzeitig sichtbar machen und eine vorausschauende Ressourcenplanung ermöglichen.
Im weiteren Konzeptprozess soll geprüft werden, wie die unterschiedlichen Anforderungen kleinerer Veranstaltungen und internationaler Großereignisse berücksichtigt werden können. Für kleinere Formate soll der Schwerpunkt auf Beratung, Orientierung und standardisierten Informationen liegen. Für Großveranstaltungen könnten perspektivisch Host-City-Pakete entwickelt werden, wie sie im Bereich von Sportgroßveranstaltungen bereits angewendet werden. Zu diesen Paketen gehören beispielsweise die Erstellung von Leitbildern für wünschenswerte Großveranstaltungen, Bid-Verfahren, Ausrichterverträge, die gesamtstädtische Veranstaltungskoordination sowie städtische Willkommensleistungen. In die weitere Konzeption sollen bestehende Angebote und die Erfahrungen der Veranstaltungsbranche einfließen.