
Dresden. Das Leibniz-Institut für Festkörper- und Werkstoffforschung Dresden und das Exzellenzcluster Complexity, Topology and Dynamics in Quantum Matter der TU Dresden errichten einen gemeinsamen Forschungsneubau.
Das Gebäude entsteht auf dem Campus Südvorstadt der TUD an der Nöthnitzer Straße und wird Hightech-Labore, Büros und Kommunikationsinseln für die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler bereitstellen. Im Fokus ihrer Arbeit stehen die Erforschung und das Design neuartiger Materialien, unter anderem für energiesparende Quantenchips und hochsensible Quantensensoren. Der fertige Bau soll Mitte 2029 eröffnet werden. Die vom Freistaat Sachsen und dem Bund getragenen Baukosten belaufen sich auf rund 70 Millionen Euro.
Sebastian Gemkow, Sächsischer Staatsminister für Wissenschaft, Kultur und Tourismus, erklärt dazu: „Dieses hochkomplexe und -moderne Infrastrukturprojekt wird das neue sächsische Zentrum für Quantenmaterialien und die Erforschung völlig neuer Halbleitertechnologien. Halbleiter, Supraleiter und magnetische Materialien verändern unser Verständnis von Technologie grundlegend. Es geht um robuste Mikroelektronik, ultraschnelle und energieeffiziente Quantencomputer, innovative Lösungen zur Energiegewinnung und -speicherung oder hochempfindliche Sensoren. Diese zukunftsweisende Forschung stärkt Sachsen als weltweit führenden Standort für Mikro- und Quantenelektronik nachhaltig.“
Auf mehr als 8.000 Quadratmetern soll untersucht werden, welche außergewöhnlichen Eigenschaften Quantenmaterialien unter Extrembedingungen, wie zum Beispiel ultratiefen Temperaturen, entfalten und welches Potenzial dies für neuartige Bauteile eröffnet. Ziel ist es, Quantenmaterialien zu entwickeln, die neue grüne Energietechnologien, energiesparende Elektronik oder robuste Quantenbits ermöglichen. Damit wird der Neubau zu einem Ort der internationalen Quanten-Spitzenforschung.