Dresden. Mit Millioneninvestitionen in die Forschung unterstützt der Freistaat den Strukturwandel in Südwestsachsen. Eine der großen Investitionen ist der seit langem geplante neue Reinraum  an der TU Chemnitz.

In der Masterplanregion gab und gibt es viele Projekte an Hochschulen und Forschungseinrichtungen, weitere sind im Entwurf für den Doppelhaushalt 2027/2028 verankert.

Dazu zählen 79 europäische Forschungsfördervorhaben (EFRE/JTF) im Technologiebereich Maschinen- und Anlagenbau mit einem Volumen von mehr als 80 Millionen Euro sowie Vorhaben für insgesamt über 200 Millionen Euro in der mittelfristigen Finanzplanung bis 2031.

Dafür stehen Forschungsprojekte an der TU Chemnitz, der TU Bergakademie Freiberg, der Hochschule Mittweida und der Westsächsischen Hochschule Zwickau, an Fraunhofer Instituten oder dem Kurt Schwabe Institut in Meinsberg. Aber auch Bauvorhaben wie die Modernisierung von Studentenwohnheimen, das KI-Institut in Plauen, das Technikum und das neue Hochtechnologiezentrum der Westsächsischen in Zwickau oder die Forschungsplattform Kälte- und Energietechnik KETEC in Reichenbach im Vogtland.

Eine der großen Investitionen ist der seit langem geplante neue Reinraum für Forschung und Technologieentwicklung im Bereich nachhaltige Mikroelektronik und Sensortechnik an der TU Chemnitz. Das Kabinett hat beschlossen, dass zur Finanzierung der knapp 68 Millionen Euro für das Gebäude am dortigen Zentrum für Mirko- und Nanotechnologie (ZfM) nicht abgeflossene EU-Fördermittel verwendet werden. 

Das ZfM kann mit dem neuen Reinraum auch entscheidend zur Wettbewerbsfähigkeit außeruniversitärer Forschungseinrichtungen wie dem Fraunhofer Institut ENAS und regionaler Firmen des Maschinenbaus, der Fahrzeugindustrie und Medizintechnik beitragen. Mit der angestrebten inhaltlichen Ausrichtung des ZfM im Bereich der Halbleitertechnologien schließt sich eine Lücke in der sächsischen Forschungsinfrastruktur. Durch die angestrebten Kooperationen mit Forschungspartnern und der Wirtschaft, vor allem im Netzwerk Silicon Saxony, profitiert das ZfM von Synergieeffekten.