Cottbus. Die Bauarbeiten für die Halle 1 des neuen ICE-Instandhaltungswerks der Deutschen Bahn in Cottbus laufen auf Hochtouren. Ende 2026 steht die bauliche Fertigstellung der über 500 Meter langen Halle an. 

Der erste Revisionszug soll planmäßig nach Ablauf des Testbetriebs im Februar 2027 in die Halle 1 einfahren.
„Es beginnen die letzten zwölf Monate der Bauzeit“, sagte Gesamtprojektleiter, Carsten Burmeister. „Wir werden die Halle planmäßig fertigstellen.“

Die im Bau befindliche zweite Werkshalle (Halle 1) des neuen Bahnwerks misst über 500 Meter in der Länge und bis zu 200 Meter in der Breite. Sie umfasst drei Instandhaltungsgleise und ein Inbetriebsetzungsgleis, außerdem ein Lackiergleis, Komponentenwerkstätten, Einzelarbeitsstände sowie ein Materiallager.

Die Halle 1 verdreifacht die Revisionskapazitäten für den ICE 4 und weitere ICE-Baureihen in Cottbus. Sie bietet alle notwendigen Einrichtungen für die umfangreichere der beiden schweren Instandhaltungsstufen für den ICE 4, die sogenannte IS 700. Dabei werden Wartungs- und Revisionsarbeiten unter anderem an den Türen, Kupplungen, Lauf- und Triebdrehgestellen, Stromabnehmern, Radsätzen und Bremsen durchgeführt. Die IS 700 soll in der Halle 1 durch die moderne Werksinfrastruktur rund drei Wochen dauern – nur halb so lang wie an anderen Standorten.

Die bauliche Fertigstellung der Halle 1 ist für Ende des Jahres 2026 vorgesehen. Dann soll planmäßig der Testbetrieb starten und die ersten ICE-4-Züge zu Probezwecken in die Halle einfahren. Ab Februar 2027 werden im Werk Cottbus ICE 4 gewartet.

In den Nebenwerkstätten, in denen beispielsweise Klimaanlagen und Drehgestelle aufgearbeitet werden, laufen die letzten Arbeiten am Rohbau und die Installation der Ausstattung hat begonnen. Im Sozial- und Bürogebäude sind alle Fenster eingesetzt und die Decke betoniert. Auch hier schreiten die Arbeiten am Innenausbau voran. In der ganzen Halle 1 sind die Montagearbeiten für Heizung, Lüftung und Sanitär im vollen Gange.

Das Dach der Halle 1 wird im April 2026 vollständig geschlossen. Auf dem Dach wurden bereits Teile einer Photovoltaikanlage installiert, die nach Fertigstellung eine Leistung von bis zu 3.200 Kilowatt-Peak erbringen wird. Der gewonnene Strom wird direkt im Werk verbraucht.

Der Beitrag Bau des Bahnwerks Cottbus in den letzten Zügen erschien zuerst auf Redaktionsnetzwerk Ost.