
Kabelsketal. MITNETZ STROM hält das Ausbautempo weiter hoch: Der Verteilnetzbetreiber stellt im Jahr 2026 insgesamt 531 Millionen Euro in Erneuerung, Erweiterung, Instandhaltung und Betrieb seiner Netze bereit.
Die Summe verteilt sich wie folgt auf die vier Bundesländer im Netzgebiet: 252 Millionen Euro in Sachsen, 140 Millionen Euro in Sachsen-Anhalt, 119 Millionen Euro in Brandenburg und 20 Millionen Euro in Thüringen.
Die Dynamik zeigt sich in den aktuellen Zahlen: Zwischen Dezember 2024 und Dezember 2025 wurden zirka 27.000 neue Photovoltaikanlagen, mehr als 60 Windenergieanlagen und 10.000 Speichermodule in das Netz integriert. Parallel steigt die Nachfrage aus Industrie, Gewerbe, Rechenzentren und Großspeichern: Ende Januar 2026 lagen rund 3.100 Anschlussanfragen mit einem potenziellen Leistungsbedarf von rund 124 Gigawatt vor. Die installierte Gesamtleistung der erneuerbaren Energien im Netzgebiet erreichte 2025 rund 13,6 Gigawatt, was ein deutlicher Zuwachs im Vergleich zu den Vorjahren ist.
„Die Nachfrage nach Netzanschlüssen bleibt auf einem historisch hohen Niveau. Unsere Netze müssen dafür flexibel, digital und widerstandsfähig sein. Daher stärken wir 2026 nicht nur die Kapazitäten, sondern auch gezielt die Resilienz unserer Infrastruktur“, sagt Lutz Eckenroth, technischer Geschäftsführer von MITNETZ STROM.
Trotz weiterhin hoher Einspeisemengen zeigt der Netzbetrieb eine Stabilisierung: Die Zahl der Eingriffe sank 2025 leicht auf 1.179 Maßnahmen (Vorjahr: 1.277). Insgesamt wurden rund 192 Gigawattstunden erneuerbarer Energie abgeregelt, was ungefähr einem Prozent der Gesamtleistung entspricht. Rund 74 Prozent davon gehen auf Anforderung des vorgelagerten Übertragungsnetzbetreibers zurück. Zudem verzeichnete MITNETZ STROM 3.644 Stunden mit Lastflussumkehr, also Rückspeisungen von überschüssiger Energie ins Übertragungsnetz.
„Dabei beobachten wir unsere Netze und Anlagen sehr genau. Resiliente Netze sind ein zentraler Faktor für Versorgungssicherheit, gerade in Zeiten wachsender Erzeugung, neuer Großverbraucher und zunehmender digitaler Abhängigkeiten“, so Eckenroth weiter.
Um die Widerstandsfähigkeit seiner Infrastruktur weiter zu erhöhen, verstärkt MITNETZ STROM 2026 gezielt seine Resilienzmaßnahmen. Dazu gehören der Ausbau von Schutz- und Sicherungseinrichtungen, moderne Überwachungssysteme und digitale Lagebilder sowie schnellere Wiederherstellungsprozesse und regelmäßige Übungen für Mitarbeitende.
Ein wesentlicher Baustein für den sicheren Netzbetrieb ist zudem die fortschreitende Digitalisierung. MITNETZ STROM baut die Zahl digitaler Ortsnetzstationen weiter aus. Diese ermöglichen Echtzeitüberwachung, fernsteuerbare Eingriffe und datenbasierte Netzausbauplanung. Bereits 2025 ist die Zahl der erfolgreichen Fernschaltbefehle deutlich gestiegen. In 2026 plant das Unternehmen weiterhin, rund 500 digitale Ortsnetzstationen aufzubauen und rund 510 Trafostationen mit digitaler Technik auszustatten. Insgesamt hat MITNETZ STROM 1.796 digitale Ortsnetzstationen und 595 Trafostationen mit digitaler Technik in den vergangenen Jahren in Betrieb genommen.
Auch beim Smart-Meter-Rollout liegt MITNETZ STROM über dem Bundesdurchschnitt: Die Ausstattungsquote betrug im vierten Quartal 2025 31,1 Prozent der Pflichteinbaufälle und gemeinsam mit den optionalen Einbaufällen erreichte MITNETZ STROM 46,6 Prozent – deutschlandweit lag der Wert bei den Pflichteinbaufällen bei 23,3 Prozent. Damit gehört MITNETZ STROM zu den leistungsstärksten Messstellenbetreibern und steht unter den größten Verteilnetzbetreibern auf Platz drei.
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