Dresden. Mehr als 760 Millionen Euro an Drittmitteln haben die staatlichen Hochschulen in Sachsen im Jahr 2024 eingeworben. Die TU Dresden zählt bundesweit zu den drittmittelstärksten Hochschulen. 

Die TU Dresden konnte mit mehr als 370 Millionen Euro knapp die Hälfte der Gesamtsumme für sich akquirieren. Auf Platz zwei findet sich die Universität Leipzig mit rund 182 Millionen Euro, es folgen die TU Chemnitz mit 74 Millionen Euro und die TU Bergakademie Freiberg mit mehr als 63 Millionen Euro.

Wissenschaftsminister Sebastian Gemkow erklärt dazu: »Sachsens Hochschulen halten ihre Drittmitteleinnahmen weiterhin auf hohem Niveau. Dabei sind die Ingenieurwissenschaften mit Abstand diejenige Fachdisziplin, die die meisten Drittmittel akquiriert hat. Es folgen die Gesundheitswissenschaften, danach die Naturwissenschaften. Damit werden die Disziplinen massiv gestärkt, in denen Sachsen traditionell stark ist und die für die Zukunftsfähigkeit unseres Landes unverzichtbar sind.«

Weitere knapp 64 Millionen Euro der Drittmitteleinnahmen 2024 teilen sich auf die fünf Hochschulen für angewandte Wissenschaften auf, mit der Hochschule Mittweida an der Spitze. Die fünf Kunsthochschulen im Freistaat haben zusammen rund 3,7 Millionen Euro an Drittmitteln eingeworben.

Deutlich der größte Drittmittelgeber sowohl bundesweit als auch für die sächsischen Hochschulen ist der Bund, beispielsweise das Bundesforschungsministerium BMFTR. Innerhalb von zehn Jahren hat sich dessen Fördersumme für sächsische Hochschulen von 177 Millionen Euro im Jahr 2015 auf 264 Millionen im Jahr 2024 erhöht. Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) als zweitgrößter Drittmittelgeber förderte 2024 mit 176 Millionen Euro Projekte. Mit etwas Abstand folgen die Europäische Union (2024: 63 Millionen Euro) und die gewerbliche Wirtschaft (2024: 62 Millionen Euro).

Insgesamt wurden an bundesdeutschen Hochschulen 2024 10,7 Milliarden Euro an Drittmitteln eingeworben. Der Bund stellte 3,4 Milliarden Euro zur Verfügung, die Deutsche Forschungsgemeinschaft 3,2 Milliarden Euro. Die gewerbliche Wirtschaft investierte insgesamt 1,7 Milliarden Euro.

Drittmittel sind Gelder, die von den Hochschulen zusätzlich zu ihrem regulären Haushalt von öffentlichen und privaten Stellen eingeworben werden. Mit ihnen werden Forschung und Entwicklung gefördert, der wissenschaftliche Nachwuchs und die Lehre. Drittelmittel sind ein wesentlicher Indikator für den Forschungserfolg und die Leistungsfähigkeit von Hochschulen.

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