Berlin. Weltraumtaugliche Diodenlaser, hochintegrierte MIMO-Radarsysteme und robuste Quantentechnologien für Anwendungen in der Raumfahrt präsentiert das Ferdinand-Braun-Institut auf der ILA Berlin 2026.  

Das Ferdinand-Braun-Institut, Leibniz-Institut für Höchstfrequenztechnik (FBH), präsentiert auf der ILA Berlin 2026 aktuelle Lösungen für Anwendungen in der Raumfahrt und den Quantentechnologien von weltraumtauglichen Diodenlasern und photonischen Modulen über Hochfrequenz- und Radarsysteme bis hin zu miniaturisierten Quantensensoren.

Ein Schwerpunkt liegt auf hochzuverlässigen Diodenlasern für den Einsatz unter den anspruchsvollen Bedingungen im Weltraum. Das FBH entwickelt hierfür miniaturisierte, strahlungsharte Laserquellen, die unter anderem als Pumplaser und für LiDAR-Anwendungen eingesetzt werden, sowie robuste Packaging- und Integrationstechnologien. Für kompakte und hochintegrierte Lasermodule nutzt das Institut seine etablierte MiLas®-Plattform. Die Technologie kombiniert mikrooptische Integration mit hoher mechanischer und thermischer Stabilität und eignet sich unter anderem für optische Kommunikation, Sensorik sowie Quantentechnologie-Anwendungen im Weltraum.

Im weiteren Fokus des Messeauftritts stehen hochintegrierte Radarsysteme für Erdbeobachtung und Navigation sowie leistungsfähige Mikrowellenkomponenten. Zudem präsentiert das FBH 3D-gedruckte Keramiktechnologien für robuste Quantensysteme, ultrakompakte optische Isolatoren für Wellenlängen zwischen 400 nm und 950 nm und miniaturisierte Sensorsysteme. Die Technologien erfüllen zentrale Anforderungen moderner Raumfahrtmissionen: hohe Integrationsdichte, geringes Gewicht, Energieeffizienz sowie robuste und skalierbare Systemarchitekturen.

Unter anderem präsentiert das Institut ein neuartiges modulares MIMO-Millimeterwellen-Radarsystem für hochauflösende Bildgebung und Sensorik in Raumfahrtanwendungen. Das FBH entwickelt das System gemeinsam mit Projektpartnern auf Basis einer skalierbaren Panel-Architektur. Dadurch lassen sich Radaraperturen flexibel an unterschiedliche Missionsanforderungen anpassen. Das Gesamtsystem arbeitet bei 95 GHz mit einer Bandbreite von 10 GHz und eignet sich sowohl für klassische Radaraufgaben als auch für Imaging-Anwendungen.