Berlin. Brandenburg, Sachsen und das europäische Clean Aviation Joint Undertaking wollen für eine saubere Luftfahrt zusammenarbeiten. Dazu wurde am Rand der ILA 26 eine Absichtserklärung unterzeichnet.

Ziel der Zusammenarbeit ist es, zukünftig gemeinsam an neuen Technologien für eine effizientere und saubere Luftfahrt zu arbeiten und dabei regionale und europäische Expertise zu bündeln. An dieser Stelle kommt der Lausitz eine besondere Bedeutung zu. In der Region wurden bereits bedeutende Investitionen wie AERO-Lausitz (Forschungs- und Flugerprobungszentrum für autonomes und elektrisches Fliegen), CircEcon (Forschungszentrum für treibhausgasneutrale Kreislaufwirtschaft), chesco (Zentrum zur Erforschung hybrid-elektrischer und elektrischer Systeme für den Mobilitätssektor), PtX Lab (Praxislabor für strombasierte Kraft- und Grundstoffe aus grünem Wasserstoff) oder das Smart Mobility Lab (Forschungszentrum für automatisiertes Fahren und Fliegen) realisiert. 

Diese Vorhaben erforschen in Kooperation mit der BTU Cottbus-Senftenberg und der TU Dresden im Rahmen des Forschungsnetzwerks OST4Aviation künftige Luftfahrttechnologien und setzen neue Impulse. Die Zusammenarbeit konzentriert sich auf hybrid-elektrische Regionalflugzeuge, ultra-effiziente Kurz- und Mittelstreckenflugzeuge sowie wasserstoffbetriebene Luftfahrzeuge. Ziel sind die Entwicklung emissionsarmer Luftfahrttechnologien, die Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit insbesondere kleiner und mittlerer Unternehmen sowie die Schaffung zukunftsfähiger Arbeitsplätze und Qualifikationen für eine klimaneutrale Luftfahrt. Die beteiligten Länder Brandenburg und Sachsen werden den Ausbau der erforderlichen Forschungs- und Innovationsinfrastrukturen unterstützen.

„Die Unterzeichnung dieses Memorandums markiert einen wichtigen Schritt für die Luftfahrtregionen Brandenburg und Sachsen. Gemeinsam mit dem Clean Aviation Joint Undertaking können wir Technologien für die emissionsarme Luftfahrt schneller entwickeln und unsere Regionen als starke europäische Innovationsstandorte weiter ausbauen“, erklärt Hendrik Fischer, Staatssekretär des Ministeriums für Wirtschaft, Energie, Klimaschutz und Europa des Landes Brandenburg.

Prof. Dr. Gesine Grande, Präsidentin der BTU Cottbus-Senftenberg, sagt: „Für die BTU ist diese Kooperation ein wichtiger Schritt, um die in den vergangenen Jahren aufgebauten Forschungsstrukturen noch stärker mit europäischen Innovationsprozessen zu verknüpfen. Die Zusammenarbeit eröffnet neue Möglichkeiten für gemeinsame Forschungs- und Entwicklungsprojekte und stärkt zugleich die Sichtbarkeit der Lausitz als international anerkannten Standort für nachhaltige Luftfahrttechnologien.“

Die gemeinsame Absichtserklärung hebt die bereits bestehende Zusammenarbeit zwischen Wissenschaft, Wirtschaft und Politik in der Region auf die europäische Ebene. Die enge Vernetzung regionaler Luftfahrtakteure – wie der Berlin-Brandenburg Aerospace Alliance (BBAA) und dem LRT Sachsen Thüringen e.V – mit europäischen Forschungs- und Innovationsnetzwerken schafft neue Chancen für Innovationen und nachhaltige Mobilitätslösungen. Das Memorandum of Cooperation ist damit ein wichtiger Schritt, um die Transformation der Lausitz zu unterstützen und diese als europäischen Innovationsstandort für klimafreundliche Luftfahrttechnologien zu stärken.