
Berlin. Berlin setzt konsequent auf den Ausbau der Ladeinfrastruktur für Elektromobilität. Im öffentlichen Raum der Hauptstadt steht ein dichtes Netz an Normal- und Schnellladepunkten zur Verfügung, das kontinuierlich erweitert wird.
Ende 2025 zählte Berlin bereits 3700 Ladepunkte allein im öffentlichen Straßenraum. Ein wesentlicher Erfolgsfaktor ist das „Berliner Modell“, das privatwirtschaftliches Engagement fördert. Neben der landeseigenen Berliner Stadtwerke KommunalPartner GmbH beteiligen sich 14 weitere private Betreiber am Ausbau und investieren Millionen.
Ute Bonde, Senatorin für Mobilität, Verkehr, Klimaschutz und Umwelt erklärte: „600 neue Ladepunkte im vergangenen Jahr sind ein starkes Ergebnis. Wir bauen diesen Vorsprung weiter aus.“
Die Hauptstadt setzt dabei auf unterschiedliche Ladetechnologien, um allen Bedürfnissen gerecht zu werden: Von Laternenladern für Anwohnerinnen und Anwohnern über AC-Ladesäulen bis zu HPC-Ladern (High Power Charging) für schnelles Laden unterwegs. Auch Taxi-Ladeinfrastruktur, ein geplanter Lkw-Ladehub am Westhafen und bald die ersten barrierefreien Ladestandorte sind Teil des Ausbaus. Anfang 2026 ging die E-Informationsplattform an den Start und zeigt Nutzenden und Ordnungsämtern in Echtzeit und anbieterunabhängig die Verfügbarkeit und die Ladetarife von Ladepunkten sowie umfassende Informationen zu Ladestandorten im öffentlichen Raum an. Berlin ist zudem an der Entwicklung nationaler und europäischer Standards für barrierefreie Ladeinfrastruktur beteiligt.
Franziska Giffey, Senatorin für Wirtschaft, Energie und Betriebe: „ Für die inzwischen rund 85.000 E Autos in Berlin stehen heute allein auf privaten Flächen bereits über 3400 Ladepunkte öffentlich zur Verfügung. Mit unseren landeseigenen Flächen gehen wir voran und bauen das Angebot in der ganzen Stadt aus. Im letzten Jahr konnten wir die Ladeleistung im öffentlichen Raum von 240 Megawatt um 30 Prozent auf 308 Megawatt steigern. Gleichzeitig unterstützen wir über das Förderprogramm WELMO Wohnungsunternehmen und Genossenschaften dabei, Ladepunkte direkt an die Haustüren der Mieterinnen und Mieter zu bringen.“
Zu den Lademöglichkeiten im öffentlichen Raum kommen Ladepunkte auf privaten Flächen hinzu. Darunter fallen einerseits privat aufgebaute und genutzte Ladepunkte und andererseits solche auf öffentlich zugänglichen Flächen, wie zum Beispiel vor dem Supermarkt. Auf diesen öffentlich zugänglichen privaten Flächen befinden sich in Berlin zurzeit rund 3400 Ladepunkte. Im Vergleich zum Vorjahr konnten 850 Ladepunkte hinzugewonnen und die Ladeleistung um 30 Prozent erhöht werden, auf 308 Megawatt. Dazu gehören seit Ende letzten Jahres 61 Ladepunkte auf landeseigenen Liegenschaften. Seit Sommer 2025 setzt das Land Berlin einen Schwerpunkt darauf, auf den eigenen Flächen öffentlich zugängliche Lademöglichkeiten zu schaffen. Deswegen wurde in Kooperation mit der Berliner Immobilienmanagement GmbH (BIM) begonnen, landeseigene Standorte auf ihre Potentiale hin zu analysieren. Die Kooperation wird in den Jahren 2026 und 2027 fortgesetzt. So wird es in der ganzen Stadt möglich, während eines
Behördengangs oder Museumsbesuchs sein E Auto zu laden und Elektromobilität nahtlos in den Alltag zu integrieren.