Halle (Saale). Das Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung Halle (IWH) soll weiter von Bund und Ländern gefördert werden. Zu diesem Ergebnis ist der Senat der Leibniz-Gemeinschaft in seiner jüngsten Sitzung gekommen. 

Das Gremium würdigte zum Abschluss der Evaluierung des IWH dessen Leistungen in Forschung und Politikberatung als sehr gut

„Wir freuen uns enorm über dieses sehr positive Ergebnis der Evaluierung“, sagt IWH-Präsident Reint Gropp. „Wir sind der Leibniz-Gemeinschaft dankbar, dass sie die hervorragenden Erfolge der letzten Jahre würdigt, für die das gesamte Team intensiv gearbeitet hat.“

Die Stellungnahme würdigt die „wichtigen und innovativen Forschungsergebnisse“ des IWH, die vermehrt in international führenden Fachzeitschriften veröffentlicht werden. Das Engagement der Forschenden in der Politikberatung wird begrüßt, ermöglicht unter anderem aufgrund wertvoller eigener Datenbestände. Als beachtliche Erfolge der vergangenen Jahre gelten zwei Erweiterungen des IWH: 2020 nahm die neue, nunmehr vierte Forschungsabteilung unter dem Namen Gesetzgebung, Regulierung und Faktormärkte die Arbeit auf; 2025 ging das Zentrum für Firmen- und Produktivitätsdynamik an den Start. Im Zuge der beiden Erweiterungen wurden international herausragende Forschende berufen und die Grundfinanzierung des IWH jeweils deutlich erhöht.

Der Bericht beurteilt die drei Forschungsabteilungen Makroökonomik, Finanzmärkte sowie Gesetzgebung, Regulierung und Faktormärkte als „sehr gut“. Die Abteilung Arbeitsmärkte, die während der Evaluierung noch unter dem Namen Strukturwandel und Produktivität firmierte, wird als „sehr gut bis exzellent“ bewertet.

Gropp sieht in dem Ergebnis eine deutliche Bestätigung für den eingeschlagenen Weg, langfristige Wachstumsprozesse in Deutschland und Europa zu ergründen. Dafür sei der Fokus auf das Zusammenspiel von Arbeits- und Finanzmärkten genau richtig. Zugleich sei der Evaluierungsbefund ein Ansporn, die Forschung des Instituts auch künftig ambitioniert voranzutreiben und die Beratung des öffentlichen Sektors mit evidenzbasierten Erkenntnissen aus dem IWH zu stärken.