
Potsdam. Die Studio Babelsberg AG hat ihre Geschäftszahlen für das Jahr 2025 veröffentlicht. Die Studio Babelsberg Gruppe konnte ihre operative Ergebnisentwicklung weiter verbessern, bleibt aber im Minus.
Der Gesamtumsatz des Konzerns erhöhte sich im Geschäftsjahr 2025 um 11,6 Millionen Euro auf 68,1 Millionen Euro und das EBITDA erreichte wieder ein positives Niveau. Das Konzernergebnis nach Steuern lag allerdings bei minus 321.000 Euro.
Nach einem verhaltenen Jahresauftakt entwickelte sich die Auslastung der Kernaktivitäten Studiovermietung, Produktionsdienstleistungen und Dekorationsbau insbesondere in der zweiten Hälfte des Geschäftsjahrs 2025 positiv. Einen wesentlichen Beitrag hierzu leistete die Produktion DIE TRIBUTE VON PANEM: SUNRISE ON THE REAPING. Nach MOCKINGJAY – TEIL 1 UND TEIL 2 sowie THE BALLAD OF SONGBIRDS AND SNAKES ist der Film die vierte Produktion der Reihe, für die Studio Babelsberg die Dreharbeiten in Babelsberg und an weiteren Drehorten in Deutschland als Koproduktionspartner und Produktionsdienstleister durchgeführt hat.
Die Akquisitionsstrategie, neben internationalen Produktionen vermehrt auch deutsche und europäische Projekte für den Standort Babelsberg zu gewinnen, wurde im Geschäftsjahr 2025 fortgesetzt. Zu den Projekten zählten unter anderem der Film ATHOS 2643 von Regisseur David Wnendt, der Film HEIMSUCHUNG – EINE JAHRHUNDERTGESCHICHTE von Volker Schlöndorff sowie die fünfte und letzte Staffel der Serie BABYLON BERLIN. Zum Jahresende konnten zudem mehrere internationale High-End-Serien für die Umsetzung ab 2026 akquiriert werden, darunter BERLIN NOIR für Apple TV.
Die im Berichtsjahr angekündigte Anpassung der Filmförderung auf 30 Prozent und die Erhöhung der jährlichen Bundesfördermittel auf 250 Millionen Euro haben nach Einschätzung des Unternehmens dazu beigetragen, die Wettbewerbsfähigkeit des Filmstandorts Deutschland zu stärken. Die zuletzt angekündigten Kürzungen der Fördermittel bewertet Studio Babelsberg mit Blick auf die notwendige Planungssicherheit der Branche jedoch kritisch.
Jörg Bachmaier, CEO der Studio Babelsberg AG, sagte dazu:
„Filmförderung ist kein Zuschuss – sie ist ein Standortinvestment. Die angekündigte Verdoppelung der Filmförderung war ein wichtiges Signal der Bundesregierung. International wurde sie sofort registriert und hat bei Produzenten neues Vertrauen in den Filmstandort Deutschland geschaffen. Kürzungen zum jetzigen Zeitpunkt wären daher ein fatales Zeichen. Vertrauen lässt sich nicht jedes Jahr neu aufbauen. Entscheidend ist jetzt, dieses Momentum zu sichern und die angekündigten Maßnahmen konsequent umzusetzen. Die Branche braucht Planungssicherheit und verlässliche Rahmenbedingungen, damit Investitionsentscheidungen langfristig zugunsten Deutschlands getroffen werden.
Gleichzeitig sollte die Investitionsverpflichtung attraktiv, flexibel und investitionsfördernd gestaltet sein, damit internationale Streamer vermehrt in Deutschland investieren. Nur so kann Deutschland seine internationale Wettbewerbsfähigkeit stärken und nachhaltig mehr Produktionen zurückgewinnen.“
Ungeachtet der aktuellen Filmförderpolitik konnte Studio Babelsberg im ersten Halbjahr 2026 mehrere internationale High-End-Serien erfolgreich umsetzen. Aufgrund der hohen Auslastung im ersten Halbjahr 2026 sowie einer guten Auftragslage blickt der Vorstand optimistisch auf den weiteren Jahresverlauf.