
Potsdam. Seit 35 Jahren unterstützt die Städtebauförderung Städte und Gemeinden in Brandenburg dabei, historische Stadtkerne zu bewahren, Quartiere zu erneuern und neue Orte für Zusammenhalt zu schaffen.
401 Städte und Gemeinden wurden seit 1991 mit rund 4,1 Milliarden Euro gefördert. Vor Ort hat das eine enorme Dynamik ausgelöst: Jeder Euro Städtebauförderung zieht im Schnitt rund sieben Euro an privaten Investitionen nach sich.
Die Städtebauförderung begleitet Brandenburg seit den frühen 1990er-Jahren bei einer Generationenaufgabe. Damals waren vielerorts Häuser dem Verfall preisgegeben. Heute sind viele Stadtzentren im Land zu über 90 Prozent saniert – auch wenn Stadtentwicklung nie abgeschlossen ist und es weiterhin viel zu tun gibt.
Wie sehr sich das Gesicht der Städte verändert hat, zeigt sich etwa in Potsdam: Wo Anfang der 1990er-Jahre ganze Straßenzüge vom Abriss bedroht waren, prägen heute sanierte Quartiere wie die zweite barocke Stadterweiterung, die Potsdamer Mitte, die Schiffbauergasse oder die Gartenstadt Drewitz das Bild. Nicht jede Entscheidung war unumstritten – gerade in der Innenstadt wurde hart um den richtigen Weg gerungen. Städtebauförderung und bürgerschaftliches Engagement haben diesen Prozess über Jahrzehnte begleitet.
Der Beitrag 35 Jahre Städtebauförderung in Brandenburg erschien zuerst auf Redaktionsnetzwerk Ost.