
Cottbus. Wissenschaft und Forschung sind maßgebliche Treiber beim Wandel der Lausitz vom Kohlerevier zur europäischen Modellregion für klimaneutrales Wirtschaften. Nun besuchte Forschungsministerin Dorothee Bär die Lausitz.
Bundesforschungsministerin Dorothee Bär hat gemeinsam mit Brandenburgs Ministerpräsident Dr. Dietmar Woidke und Wissenschaftsministerin Dr. Manja Schüle dazu die Brandenburgische Technische Universität Cottbus-Senftenberg (BTU) besucht und sich über mehrere Forschungsprojekte und den neu entstehenden Lausitz Science Park (LSP) informiert.
Dr. Dietmar Woidke betonte: „Mit rund sechs Milliarden Euro investieren wir gut die Hälfte der Strukturstärkungsmittel für die brandenburgische Lausitz in Wissenschaft und Forschung. Mit diesem Fokus sorgen wir für Innovationen und Beschäftigung. In der Lausitz ist in den vergangenen Jahren schon enorm viel in Bewegung gekommen. Mit dem im Aufbau befindlichen Lausitz Science Park wollen wir internationale Strahlkraft entwickeln und den Transfer in die Region ermöglichen. Die neu gegründete Medizinische Universität Lausitz – Carl Thiem (MUL – CT) mit dem Digitalen Leitkrankenhaus steht für eine zukunftsgerichtete Gesundheitsversorgung im ländlichen Raum.“
Forschungsministerin Schüle ergänzte: „Die Lausitz ist eine Boom-Region: Wir wissen das längst – jetzt haben wir es auch Schwarz auf Weiß beim aktuellen Regionalranking des Instituts der deutschen Wirtschaft. Cottbus steht bundesweit an der Spitze der fortschrittlichsten Landstriche, hier kann man Zukunft beim Wachsen zusehen.“
Bär, Woidke und Schüle informierten sich an der BTU über die Forschungsprojekte iCampus, HERES, SpreeTec neXt und EIZ, die unter anderem zu klimaneutraler Industrie, Energiesystemen und digitaler Infrastruktur forschen, sowie über die MUL – CT. Das Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt fördert in der brandenburgischen Lausitz insgesamt 20 Strukturstärkungsvorhaben mit einem Fördervolumen von mehr als 1,8 Milliarden Euro. Dabei ist die MUL – CT mit einem Fördervolumen von 1,2 Milliarden Euro bis 2038 das Leuchtturmprojekt. Alle anderen durch das BMFTR geförderten Initiativen werden in den Lausitz Science Park integriert.
Thema des Gesprächs zwischen Bär, Woidke und Schüle war auch, wie Brandenburg von der Hightech Agenda Deutschland profitieren und zur Umsetzung beitragen kann, die die Bundesregierung im vergangenen Jahr beschlossen hat. Die Hightech Agenda, für die innerhalb der Bundesregierung das Forschungsministerium federführend ist, definiert sechs prioritäre Schlüsseltechnologien. Brandenburg hat dafür eigene Projekte vorgeschlagen.
Der Beitrag Forschungsministerin Dorothee Bär zu Gast in der Lausitz erschien zuerst auf Redaktionsnetzwerk Ost.