
Wurzen. Der Gebäckhersteller Griesson – de Beukelaer GmbH & Co. KG erweitert bis Anfang 2028 seine Kapazitäten in Wurzen. Der Freistaat Sachsen fördert den Ausbau mit rund 10,35 Millionen Euro aus dem Bund-Länder-Programm GRW-RIGA.
Wirtschaftsminister Dirk Panter hat den Fördermittelbescheid in Wurzen an den Vorsitzenden der Geschäftsführung Dany Schmidt, den Kaufmännischen Geschäftsführer Pascal Haegel und den Werkleiter Thomas Schlüter überreicht.
Das geförderte Investitionsvorhaben sieht eine zukunftsweisende Standorterweiterung vor: Griesson – de Beukelaer investiert insgesamt mehr als 100 Millionen Euro in den Bau einer neuen Produktionshalle und Logistikhalle mit automatisiertem Hochregallager sowie in ein neues modernes Sozial- und Verwaltungsgebäude am Standort. Bis 2027 entstehen mit dem Aufbau modernster Anlagen zusätzliche Produktionskapazitäten für »GRIESSON soft cake®« – nach Unternehmensangaben Marktführer im Segment Schokogebäck mit Frucht – und bis zu 100 neue Arbeitsplätze am Standort Wurzen.
Im Rahmen der GRW-Förderung unterstützt der Freistaat Sachsen das Familienunternehmen bei der Teil-Investition von 83 Millionen Euro in neue Produktions- und Logistikgebäude, moderne Maschinen und Anlagen sowie zukunftsweisende Technologien, die den bereits hohen Automatisierungsgrad weiter erhöhen und die Wettbewerbsfähigkeit sowie die nachhaltige Entwicklung des Standorts langfristig stärken. Der erste Spatenstich erfolgte im Juli 2025.
„Unsere GRW-Förderung kommt direkt vor Ort an und setzt Impulse im ländlichen Raum«, betonte Wirtschaftsminister Dirk Panter heute zur Bescheidübergabe und sagte weiter: »Die Großinvestition von Griesson – de Beukelaer ist ein starkes Bekenntnis zum Wirtschaftsstandort Sachsen.“
Gebäck hat in Wurzen eine lange Tradition: 1886 gründeten Ernst und Fritz Krietsch die Wurzener Kunstmühlen und Bisquitfabriken AG und produzierten in den ersten Jahren Pfefferkuchen, Honigkuchen, Hundekuchen und Schiffszwieback. Ab 1946 wurde sie als Volkseigener Betrieb weitergeführt und war im Volksmund als »die Krietsche« bekannt. Nach der Übernahme anderer Gebäckfabriken wurde Wurzen in den 1980er-Jahren zum Leitbetrieb für Dauerbackwaren wie Kekse, Lebkuchen, Gebäckmischungen und Waffelerzeugnisse in der DDR und exportierte auch Gebäck in den Westen. Nach der Wende wurde die Wurzener Dauerbackwaren GmbH gegründet. Sie gehört seit 2008 zu Griesson – de Beukelaer.