
Schönnebeck. Mit der feierlichen Einweihung einer neuen Produktionshalle setzt Nammo Schönebeck ein deutliches Zeichen für Wachstum, Innovation und den Industriestandort Sachsen-Anhalt. Ministerpräsident Sven Schulze war vor Ort.
Rund 15 Millionen Euro investiert der Weltmarktführer für Sportmunition in die Modernisierung und den Ausbau seines Produktionsstandortes. Die neue Halle schafft zusätzliche Fertigungskapazitäten, ermöglicht den Einsatz modernster Produktionstechnologien und bildet die Grundlage für weiteres Wachstum.
Die neue Produktionshalle ist das Herzstück der ersten Ausbaustufe eines umfassenden Entwicklungsprojekts. Neben dem Neubau wurden moderne Produktionsanlagen angeschafft, eine neue Umkleide für die Beschäftigten errichtet sowie umfangreiche Instandhaltungsmaßnahmen umgesetzt. Mit der offiziellen Inbetriebnahme entstehen zunächst zwanzig neue Arbeitsplätze. Eine zweite Ausbaustufe mit einem möglichen Investitionsvolumen von 30 bis 40 Millionen Euro und zusätzlichen Arbeitsplätzen befindet sich derzeit in der Prüfung.
Sven Schulze, Ministerpräsident von Sachsen-Anhalt, würdigt bei der Eröffnungsfeier die Bedeutung der Investition für die langfristige Entwicklung des Standorts: „Mit dieser Investition bekennt sich Nammo weiter zu unserem Land und zu den Menschen, die hier jeden Tag mit ihrem Einsatz zum Erfolg des Unternehmens beitragen. Das zeigt: Unser Sachsen-Anhalt ist ein moderner Industriestandort mit hervorragenden Voraussetzungen für Wachstum und Innovation.
Für Alexander Wilhelm, Geschäftsführer von Nammo Schönebeck, markiert die Eröffnung einen wichtigen Meilenstein in der Unternehmensentwicklung: „Mit der neuen Produktionshalle schaffen wir die Voraussetzungen, unsere Fertigungskapazitäten nachhaltig auszubauen und unsere Kunden weltweit noch leistungsfähiger zu bedienen. Gleichzeitig investieren wir bewusst in den Standort Schönebeck und in unsere Mitarbeitenden. Die heutige Eröffnung ist ein wichtiger Schritt in unserer langfristigen Wachstumsstrategie.“
Landrat Markus Bauer sagt, die Entscheidung des Unternehmens zeige, dass der Salzlandkreis als attraktiver Wohn-, Wirtschafts- und Wissenschaftsstandort wahrgenommen wird. „Wir schaffen gemeinsam mit den Städten und Gemeinden Rahmenbedingungen, die Firmen wie Nammo Schönebeck suchen, um sich nachhaltig zu entwickeln.“ Der Landrat freut sich, dass Produkte aus dem Salzlandkreis insbesondere im Spitzensport genutzt werden. „Das passt zu unserer Kampagne ‚Made in Salzlandkreis‘ und ist damit eine tolle Werbung für die Region zwischen Halle und Magdeburg.“ Er zeigt sich überzeugt, dass diese Investitionen weitere wirtschaftliche und gesellschaftliche Impulse für die Region bringen.
Auch Schönebecks Oberbürgermeister Bert Knoblauch begrüßt die Entwicklung: „Schönebeck entwickelt sich erfolgreich weiter – als starker Wirtschafts- und Industriestandort, als Sportstadt und als lebenswerte Stadt. Die Investition von Nammo ist dafür ein wichtiges Signal und zeigt, dass Unternehmen langfristig auf unseren Standort setzen. Ich freue mich sehr über diese Entscheidung und danke Nammo für das entgegengebrachte Vertrauen.“
Nammo Schönebeck ist eine hundertprozentige Tochter der Nammo AS mit Hauptsitz im norwegischen Raufoss. Seit der Eingliederung des Standortes im Jahr 1998 gehört das Unternehmen zur internationalen Nammo Group. In Schönebeck produziert das Unternehmen hochwertige Munition für den sportlichen Bereich.
Nammo ist insbesondere im Biathlonsport ein Begriff: Als Weltmarktführer im Bereich Sport- und Biathlonmunition ist das Unternehmen international etabliert. Bei den Olympischen Winterspielen 2026 in Milano-Cortina vertrauten knapp 90 Prozent der Athleten auf Munition der Marke Lapua aus Schönebeck. Auch der Mehrfach-Olympiasieger und vielfache Weltmeister Johannes Thingnes Bø nutzte für seine erfolgreichen Wettkämpfe Nammo-Munition.
Die Nammo Group beschäftigt weltweit rund 4.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an Standorten in Europa, den USA, Großbritannien und der Schweiz und erwirtschaftete 2024 einen Umsatz von rund einer Milliarde Euro. Auch der Standort Schönebeck entwickelt sich kontinuierlich positiv. Nach 87 Beschäftigten im Jahr 2023 wuchs die Belegschaft 2025 auf 101 Mitarbeitende. Aktuell beschäftigt das Unternehmen bereits 120 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Parallel stieg der Umsatz von 20,3 Millionen Euro im Jahr 2023 auf 27,3 Millionen Euro im Jahr 2025.