
Schwerin. Von Januar bis Dezember 2025 wurden rund 8,2 Millionen Gäste (+1,7 Prozent) an das Statistische Amt Mecklenburg-Vorpommern gemeldet. Die Zahlen bewegen sich inzwischen fast auf Vor-Corona-Niveau.
Die Gäste haben etwa 33,3 Millionen Übernachtungen (+1,2 Prozent) im Urlaubsland verbracht haben. Bundesweit sind die Übernachtungszahlen im Jahr 2025 um 0,3 Prozent gestiegen; gegenüber 2019 um 0,4 Prozent. Dazu Jochen Schulte, Staatssekretär im Ministerium für Wirtschaft, Infrastruktur, Tourismus und Arbeit Mecklenburg-Vorpommern, freut sich: „Mit Blick auf die Ankünfte und Übernachtungen setzt sich der Aufwärtstrend für unser Bundesland fort. Mecklenburg-Vorpommern ist gefragt. Gleichwohl verschärfen sich die Wettbewerbsbedingungen und Unternehmen sehen sich komplexen Herausforderungen wie beispielsweise dem Fachkräftemangel konfrontiert. Mecklenburg-Vorpommern muss sich stärker in internationalen Quellmärkten wie Österreich, Polen oder Dänemark positionieren, um neue Gäste für unser Land zu gewinnen.“
Ein Blick auf die Reiseregionen zeigt, dass im Vergleich zum Vorjahreszeitraum die Mecklenburgische Ostseeküste (+2,8 Prozent) das stärkste Übernachtungswachstum verzeichnete, gefolgt von der Mecklenburgischen Seenplatte/Schweiz (+2,2 Prozent), Rügen/Hiddensee (+1,9 Prozent), Fischland-Darß-Zingst (+0,8 Prozent) sowie Westmecklenburg (+0,0 Prozent). Rückgänge gab es auf der Insel Usedom (-1,3 Prozent) und in der Region Vorpommern Festland (-2,5 Prozent).
Ein Blick auf die größten Städte zeigt, Wismar verzeichnete den stärksten Zuwachs bei den Übernachtungen (+11,3 Prozent). Weitere Städte hatten ebenfalls mehr Übernachtungsgäste: Neubrandenburg (+7,0 Prozent), Rostock (+3,9 Prozent) und Schwerin (+3,6 Prozent). In Stralsund (-2,5 Prozent) und Greifswald (-9,2 Prozent) nächtigten weniger Gäste.
Im Camping-Bereich schlägt mit 1,2 Millionen Ankünften (-3,1 Prozent) und rund 5,4 Millionen Übernachtungen (-2,6 Prozent) ein Minus zu Buche. Stärkstes Jahr bleibt hier das Jahr 2020 mit 5,6 Millionen Übernachtungen.
Im internationalen Reisegeschäft gab es im Jahr 2025 einen leichten Rückgang. Für 2025 wurden rund 338.000 Ankünfte (-7,2 Prozent) und rund 965.000 Übernachtungen (-1,8 Prozent) gemeldet. Folgende für Mecklenburg-Vorpommern wichtigen internationalen Märkte verzeichneten Zuwächse: Polen die stärksten (+7,4 Prozent), gefolgt von Österreich (+6,1 Prozent), der Tschechischen Republik (+5,8 Prozent) und der Schweiz (+0,4 Prozent). Aus dem bisher stärksten Markt, den Niederlanden, wurden Übernachtungsrückgänge (-7,5 Prozent) vermeldet. Weiterhin wurden aus Schweden (-7,1 Prozent) und Dänemark (-3,8 Prozent) weniger Übernachtungen vermeldet. „Die Einbrüche bei den Übernachtungen aus Schweden machen deutlich, wie wichtig eine Anbindung beispielsweise mit Fähren nach Skandinavien ist“, so Peter Kranz, Geschäftsführer der MV Tourismus GmbH, abschließend.
Der Beitrag MV: Zweitbestes Tourismusjahr seit der Wende erschien zuerst auf Redaktionsnetzwerk Ost.