Bad Saarow. Der sächsische Wirtschafts- und Arbeitsminister Dirk Panter wird am 1. Juni an einer Podiumsdiskussion zum Thema »Von Verteidigung und Wertschöpfung: Ostdeutschland in Europas Sicherheitsökonomie« teilnehmen. 

Panter ist seit seinem Amtsantritt regelmäßig mit Unternehmen der Sicherheits- und Verteidigungsindustrie in Kontakt und hat in den Gesprächen mit sächsischen Mittelständlern vernommen, dass sie bislang nur wenig von Rüstungsinvestitionen profitieren. Daraufhin forderte er u.a. im Bundesrat einen fairen Anteil für Ostdeutschland bei Verteidigungsinvestitionen.

Im Vorfeld des OWF 2026 bekräftigt Panter diese Forderung: „Wir wollen Gestalter statt Zuschauer sein. Gerade die ostdeutschen Länder verfügen über starke Innovationscluster und hochspezialisierte Unternehmen – von Mikroelektronik über KI bis hin zu Drohnen-, Kommunikations-, Textil- und Optiktechnologien. Viele dieser Technologien sind als Dual-Use-Anwendungen auch sicherheitsrelevant. Deshalb werbe ich ausdrücklich dafür, die ostdeutschen Standorte systematisch in Forschungs-, Innovations- und Beschaffungsstrategien des Bundes einzubeziehen.“

Vor Pfingsten hatten das Bundesministerium der Verteidigung und die Bundeswehr mitgeteilt, die bereits vorhandene Präsenz des Bundesamts für Ausrüstung, Informationstechnik und Nutzung der Bundeswehr (BAAINBw) in Dresden auszubauen, um die Dimension »Cyber und Informationstechnik« zu stärken. Staatsminister Dirk Panter wertete diese Ankündigung als Chance für mehr Sichtbarkeit sächsischer Unternehmen bei öffentlichen Ausschreibungen der Bundeswehr. Zugleich warb er wiederholt um Rückhalt bei Investitionen in die Rüstungs- und Verteidigungswirtschaft: „Diese Märkte sind notwendig und entwickeln sich: Sie schaffen neue Arbeitsplätze, beschleunigen Innovationen und festigen industrielle Wertschöpfung – auch hier in Sachsen. Als ostdeutsches Bundesland müssen wir hier Schritt halten, damit die Investitionen nicht anderswo in Deutschland wirken.“