Potsdam. Das Amt für Statistik Berlin-Brandenburg hat die Tourismuszahlen für 2025 veröffentlicht. Mit 5,4 Millionen Gästen (+0,3 Prozent) und 14,3 Millionen Übernachtungen (-0,7 Prozent) liegen die Zahlen annähernd auf dem Niveau von 2024.

Ein Plus bei den Übernachtungen weisen Potsdam, das Barnimer Land, die Uckermark und das Dahme-Seenland auf, wo insbesondere die Übernachtungen im Flughafenumfeld weiter wachsen.

Eine positive Entwicklung zeigt sich in der Nebensaison. Im ersten Quartal ist die Zahl der Übernachtungen seit 2019 um 2,3 Prozent, im vierten Quartal um 6,1 Prozent angestiegen. Die Zahl der Gäste stieg um 3,3 Prozent bzw. 11,4 Prozent.

Zurückgegangen sind die Übernachtungen aus dem Ausland (-2,5 Prozent), wobei sich insbesondere der wichtige Markt Polen 2025 schwächer gezeigt hat (-2,8 Prozent) – ein Phänomen auch in anderen Bundesländern.

Die Übernachtungskapazitäten im gewerblichen Bereich mit mehr als zehn Betten sind mit rund 1.700 Beherbergungsstätten und rund 138.000 Betten weitgehend gleichgeblieben (Juli-Wert).

Die Übernachtungen im Bereich der Ferienwohnungen, Ferienhäuser und Ferienzentren haben zugenommen (+1,9 Prozent) während die Zahl der Übernachtungen im Bereich der Hotellerie um 1,8 Prozent auf 7,1 Millionen zurückgegangen ist.

Die Campingwirtschaft bleibt mit 1,6 Millionen Übernachtungen auf dem hohen Niveau des Vorjahres. Innerhalb der vergangenen zehn Jahre sind die Übernachtungen auf Brandenburgs Campingplätzen um mehr als 40 Prozent gestiegen.

Christian Woronka, Geschäftsführer der Tourismus Marketing Brandenburg GmbH: „Die Zahlen für 2025 zeigen: Die Nebensaison gewinnt weiter an Bedeutung. Immer mehr Gäste reisen bewusst außerhalb der Schulferien – sei es aus zeitlicher Flexibilität, dem Wunsch nach Ruhe, für aktive Touren in der kühleren Jahreszeit oder um Arbeit und Urlaub im Rahmen von Remote Work zu verbinden. Der Ganzjahrestourismus stärkt die Betriebe vor Ort und sichert Arbeitsplätze. Mit unserer Kommunikation werden wir auch 2026 wieder gezielt weitere Impulse für saisonunabhängiges Reisen setzen.“

In diesem und im nächsten Jahr wird die TMB Brandenburg als inspirierendes und überraschendes Reiseziel positionieren, das Raum lässt für Stille, Natur und neue Energie. Im Mittelpunkt stehen dabei zum Beispiel Kreativ- und Mitmachangebote, Kultur an besonderen Orten, außergewöhnliche Übernachtungsmöglichkeiten sowie Orte und Regionen im Aufbruch. Es werden Gäste angesprochen, die natur- und kulturaffin sind. Ziel der Markenkommunikation ist, die Sichtbarkeit von Brandenburg gerade in Deutschland weiter zu steigern. Der Fokus liegt auf benachbarten Bundesländern, den Quellmärkten Hessen und Nordrhein-Westfalen sowie im benachbarten Ausland, insbesondere in Polen.

Am 29.Juni sollen im Lausitzer Seenland fünf Seen schiffbar gemacht und durch Kanäle verbunden werden. Dadurch entsteht eine große zusammenhängende Gewässerlandschaft die als zusätzliches Wassertourismusrevier „Deutschlands Seenland“ komplementiert. Das ist eine wichtige Entwicklung für den Wassertourismus, den die TMB auch künftig unter der Marke „Deutschlands Seenland“ gemeinsam mit den Ländern Berlin und Mecklenburg-Vorpommern überregional vermarktet. Die Situation der Gastronomie gehört derzeit zu den größeren Herausforderungen der Tourismusbranche. Bereits im Januar hat die TMB gemeinsam mit den Industrie- und Handelskammern im Land Brandenburg umfangreiche Unterstützungsangebote zur Anpassung der Branche an die Klimaveränderungen vorgelegt: ein Wissenspapier zu Klimawirkungen auf den Tourismus, Praxisleitfäden mit spezifischen und konkreten Empfehlungen für Gastgewerbe, Wasser-, Camping-, Natur-, Kultur-, Outdoor-Veranstaltungs- und Gesundheitstourismus sowie für regionale Tourismusverantwortliche und ein Selbstcheck, mit dem Betriebe ihre Klimarisiken erkennen können und Vorschläge für Anpassungsmaßnahmen erhalten.

Der Beitrag Tourismus in Brandenburg auf hohem Niveau erschien zuerst auf Redaktionsnetzwerk Ost.