
Berlin. Vom Wintersemester 2018/19 bis zum WS 2026/27 sank der Anteil zugangsbeschränkter Studienangebote bundesweit von 41,1 Prozent auf 31,6 Prozent. Ganz anders sieht es an den Hochschulen in Berlin aus.
Der Anteil zugangsbeschränkter Studienangebote liegt in Berlin aktuell bei 53,5 Prozent und somit sehr deutlich über dem Bundesdurchschnitt. Damit liegt Berlin bundesweit an der Spitze, gefolgt von Baden-Württemberg. Besonders schwierig ist in der Hauptstadt der Zugang zu Rechts-, Wirtschafts-, Gesellschafts- und Sozialwissenschaften, aber auch in den Ingenieurwissenschaften sowie in der Mathematik und den Naturwissenschaften ist über die Hälfte der Studienangebote zugangsbeschränkt. Das haben Berechnungen des CHE gemeinnütziges Centrum für Hochschulentwicklung ergeben.
Wer sein Wunschstudium in Berlin nicht antreten kann, der sollte nach Brandenburg ausweichen. Dort liegt der Anteil zugangsbeschränkter Studienangebote bei lediglich 17,2 Prozent. Leichter ist die Studienaufnahmen nur in Thüringen. In Brandenburg hat beispielsweise nur etwa jeder sechste Ingenieurstudiengang nicht frei zugänglich. Im Vergleich zu Berlin liegt am Standort Potsdam der Anteil zugangsbeschränkter Studienangebote bei nur 18 Prozent.
Auch in Mecklenburg-Vorpommern sind über drei Viertel der Studienangebote ohne Beschränkung. Zugangsbeschränkte Studienangebote machen einen Anteil von 21,6 Prozent aus.
Ganz anders die Situation an Sachsens Hochschulen aus. Mit 34,4 Prozent liegt der Freistaat über dem Bundesdurchschnitt von 31,6 Prozent. Im Vergleich der Standorte Leipzig und Dresden sind die Studienangebote in Leipzig deutlich häufiger zugangsbeschränkt.
In Sachsen-Anhalt liegt der Anteil zugangsbeschränkter Studienangebote bei 27,2 Prozent. Halle an der Saale mit einem Anteil von 37 Prozent zieht die Statistik hier nach oben, u.a. wegen der Auswahlverfahren an den Kunst- und Musikhochschulen der Saalestadt.
Wer auch ohne Einser-Abi studieren möchte, der hat in Thüringen beste Chancen. Zum WS 2026/27 haben lediglich 16,8 Prozent der Studienangebote eine Eignungsprüfung oder einen festen Numerus Clausus.