
Potsdam. Die Investitionsbank des Landes Brandenburg (ILB) hat 2025 Fördermittel in Höhe von rund zwei Milliarden Euro für über 4.400 Vorhaben zugesagt. Das Förderjahr 2025 war geprägt vom Strukturwandel.
Daneben wurde das Ergebnis getragen durch hohe Zusagen in der gewerblichen Wirtschaftsförderung, von umfangreichen Maßnahmen zur Stärkung des Arbeitsmarktes und von einer erneut gestiegenen Förderung des sozialen Wohnungsbaus. Für die Innovations- und Forschungsförderung konnte mit einem Zusagevolumen von 107 Millionen Euro sogar ein Rekordergebnis verzeichnet werden.
Die Infrastrukturförderung hatte den größten Anteil am guten Förderergebnis 2025. So flossen rund 331 Millionen Euro aus dem Strukturstärkungsgesetz in neun größere Vorhaben in der Lausitz. Das Programm bleibt damit eines der wichtigsten Instrumente, um die Folgen des Ausstieges aus der Kohleverstromung zu bewältigen. Das Kommunale Investitionsprogramm, ein erst im Oktober 2025 aufgelegtes Kreditprogramm zur Unterstützung der Kommunen, war mit Zusagen von 97 Millionen Euro sehr gut nachgefragt. Hochschulen, Wissenschafts- und Forschungseinrichtungen im Land erhielten 44 Millionen Euro, um den Wissenschaftsstandort Brandenburg weiter zu stärken.
Die gewerbliche Wirtschaftsförderung war von einer Verdopplung der Zusagesummen im wichtigen Förderprogramm GRW-G auf 117 Millionen Euro geprägt. Hauptziele sind die Sicherung und Schaffung von Arbeitsplätzen, das Ausgleichen von Standortnachteilen und die Beschleunigung von Transformationsprozessen. In der Innovationsförderung konnte mit Zusagen von rund 64 Millionen Euro ein Rekordjahr verzeichnet werden. Wichtige Bestandteile dabei waren die Förderung von Innovations-, Forschungs- und Digitalisierungsvorhaben in Unternehmen sowie der Transfer von der Wissenschaft in die Wirtschaft. Die Förderung von Start‑up‑Zentren trug mit knapp 18 Millionen Euro zur Weiterentwicklung der regionalen Gründungs- und Innovationsinfrastruktur bei.
Auch im Wohnungsbau – einem der aktuell gesellschaftlich wichtigsten Themenfelder – konnte die ILB ihre Zusagen 2025 abermals steigern, wodurch in den kommenden Jahren über 1.700 vorrangig klima- und generationengerechte Wohneinheiten in Brandenburg neu gebaut oder modernisiert werden.
Der Fachkräftemangel bleibt eines der größten Risiken für die weitere wirtschaftliche Entwicklung des Landes Brandenburg. Daher ist das Ergebnis im Bereich der Arbeitsförderung für das Jahr 2025 besonders erfreulich. Mit gut 133 Millionen Euro wurden hier im Vergleich zum Vorjahr mehr als doppelt so viel Fördermittel vergeben. Schwerpunkte lagen dabei auf der Unterstützung von Gründungsvorhaben, der Alphabetisierung und Grundbildung sowie in der sozialen Inklusion und Integrationsbegleitung.
Für das laufende Jahr plant die ILB erneut mit Zusagen in Höhe von knapp zwei Milliarden Euro. In der Wirtschaftsförderung wird eine deutliche Zunahme an JTF-Anträgen aus der Uckermark erwartet. Das Programm war erst 2025 auf diese Region ausgeweitet worden.
In der Infrastruktur liegt ein Fokus auf dem Zukunftspaket Brandenburg, das aus dem Sondervermögen Infrastruktur des Bundes aufgelegt wurde. Die ILB unterstützt die Kommunen hier in den kommenden Jahren mit insgesamt 1,5 Milliarden Euro. Ein weiterer Schwerpunkt besteht in der Bewilligung möglichst vieler Projekte im Strukturstärkungsgesetz Lausitz, des-sen erste Förderperiode 2020-2026 Ende des Jahres abgeschlossen sein wird.
Der Beitrag Zwei Milliarden Euro Fördermittel für Brandenburg erschien zuerst auf Redaktionsnetzwerk Ost.